Gemeinsam mit meinem Team versuche ich zwei Mal im Jahr eine Teamklausur durchzuführen, denn im parlamentarischen Alltag bleibt in unseren wöchentlichen Bürobesprechungen oft keine Zeit, um sich auch über langfristige Zielsetzungen, Konzepte und Ideen auszutauschen und Feedback einzuholen. Oft sind die Bürobesprechungen in erster Linie schon damit ausgelastet, die kommenden zwei Wochen terminlich und organisatorisch dingfest zu machen.
Und da in dieser Legislaturperiode ja auch die schöne Stadt Halle zu meinem Betreuungswahlkreis gehört, haben wir uns gedacht, wir verbinden unsere Teamklausur mit einem Besuch in der Händelstadt. Ich selbst verbinde mit Halle viele schöne Erinnerungen: Nachdem ich meinen Führerschein bekommen hatte, führte mich meine erste Fahrt gemeinsam mit einer Freundin nach Halle zu einem Konzert – ein richtiges Abenteuer. Später studierten meine Schwester und auch mein Sohn hier. Gerade weil Halle für mich persönlich so viele besondere Momente bereithält, freut es mich umso mehr, dass die Stadt mit dem geplanten Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation nun auch ein Ort für die deutsche und europäische Einheit wird. Am Montag haben wir uns deshalb mit dem Team der Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation gGmbH, dem neuen Oberbürgermeister Herrn Dr. Vogt und dem Bürgermeister Egbert Geier getroffen, um über den geplanten Bau und die inhaltliche Ausrichtung des Zukunftszentrums zu sprechen. Es ist ein großes Projekt, und die Arbeit nimmt jetzt richtig Fahrt auf. Die Ausschreibung für die Architektur ist beendet, ein Entwurf des Hauses liegt vor, und der geplante Baubeginn ist 2028. Parallel zu allen baurechtlichen und politischen Prozessen in der Stadt beschäftigt sich die Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation gGmbH vor allem mit der inhaltlichen und programmatischen Ausrichtung. Denn die Idee ist es hier nicht einfach nur ein „Museum“ zur Einheit zu errichten, sondern ein Zentrum, das – wie der Name schon verrät – auch zukünftige Transformationsprozesse jeglicher Art in Deutschland wie auch Europa begleitet und wissenschaftlich erforscht. Geplant sind Professuren, die gezielte Forschung ermöglichen. Diese Verbindung von historischer Aufarbeitung und zukunftsorientierter Forschung, die Wissen vermittelt und Orientierung für künftige gesellschaftliche Fragestellungen in Bezug auf Transformationsprozessen bietet, ist einmalig. In allen Gesprächen wurde deutlich: Vor den Akteuren liegt noch verdammt viel Arbeit – aber auch eine große Chance für Halle, Sachsen-Anhalt, Deutschland und Europa.
Unterwegs im Salzlandkreis: Besuch bei DEUKA in Könnern
Nachdem ich letzte Woche im Rahmen meiner Mini-Sommertour vor allem in der Börde unterwegs war, führte mich mein Weg diese Woche in den Salzlandkreis. Gemeinsam mit Könnerns Bürgermeister Martin Zbyszewski habe ich die Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co. KG (DEUKA) in Könnern besucht. Das Unternehmen ist die größte private Futtermittelfirma Deutschlands und betreibt hier einen seiner wichtigen Standorte. Bei einer Werksbesichtigung und einem ausführlichen Gespräch konnten wir spannende Einblicke in die Herstellung von Futtermitteln gewinnen. Kerngeschäft sind vor allem Misch-, Mineral- und Spezialfutter für Rinder, Schweine und Geflügel sowie Futter für Haus- und Heimtiere. An den 15 Standorten in Deutschland wurden im vergangenen Jahr rund 2,3 Millionen Tonnen Futter produziert. Wir sprachen unter anderem über das Thema Zölle in der Landwirtschaft. Denn internationale Handelsregelungen und Zölle beeinflussen natürlich auch die Preise und Verfügbarkeit von Futtermitteln erheblich. Stabile Lieferketten und transparente Handelsbedingungen sind entscheidend, um verlässliche Produktionsbedingungen für unsere Landwirte sicherzustellen. Ein weiteres Thema bildete die Deutsche Eiweißstrategie. Ziel der Strategie ist es, die heimische Eiweißversorgung zu stärken, zum Beispiel durch den Anbau von Leguminosen oder anderen eiweißreichen Futtermitteln und so, die Abhängigkeit von importierten Eiweißquellen zu verringern. Für die Futtermittelherstellung bedeutet das: Höhere regionale Wertschöpfung, mehr Nachhaltigkeit und gleichzeitig die Sicherstellung qualitativ hochwertiger Futtermittel für die Tierhaltung.
Besuch beim Jugendmigrationsdienst in Bernburg
In dieser Woche habe ich den Jugendmigrationsdienst (JMD) in Bernburg besucht. Der Jugendmigrationsdienst unterstützt junge Menschen mit Migrationshintergrund dabei, sich im Alltag zurechtzufinden, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und ihren Weg in Schule, Ausbildung oder Beruf zu gehen. Ziel ist es, die soziale Teilhabe der jungen Menschen zu fördern und ihre Perspektiven zu verbessern. Im Gespräch wurde deutlich, wie wichtig die individuelle Begleitung vor Ort ist. Der Standort in Bernburg zeigt, dass Integration vor allem dort gelingt, wo Jugendliche konkrete Unterstützung erhalten und Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in unmittelbarer Nähe haben.
Eröffnung des R1-Europaradwegs & Besuch beim Bernburger Ruderclub
Nach den vielen inhaltlichen Terminen und Gesprächen kam endlich etwas Bewegung in meine Sommertour. Dieses Mal war ich zwar nicht mit dem Fahrrad unterwegs, wollte mir aber trotzdem die Gelegenheit nicht entgehen lassen, ein Stück zu radeln. Bei der Eröffnungsveranstaltung des R1-Europaradwegs zwischen den Ortsteilen Ballberge und Kleinwirschleben konnte ich gemeinsam mit anderen Teilnehmenden die Strecke erkunden und die symbolische Eröffnung feiern. Der Radweg verbindet Regionen, macht Mobilität nachhaltig und ist gleichzeitig ein schönes Zeichen für die touristische und regionale Vernetzung in Sachsen-Anhalt. Anschließend ging es zum Bernburger Ruderclub e.V. (BRC), dort habe ich den Verein bei einem Rundgang kennengelernt und mich mit Mitgliedern sowie Verantwortlichen über die Arbeit im Verein und die Förderung des Sports ausgetauscht. Es war schön zu sehen, wie viel Engagement in der Ausbildung junger Sportler und Sportlerinnen und in der Vereinsarbeit steckt.
Besuch des neuen Quartiersbüros Staßfurt Nord
Den letzten Tag meiner Mini-Sommertour verbrachte ich in Staßfurt. Zunächst besuchte ich das im August eröffnete Quartiersbüro "Treffpunkt Staßfurt Nord". Staßfurt Nord ist das größte Wohngebiet der Stadt, in dem überwiegend ältere Menschen leben. Der soziale Verein Pegasus arbeitet gemeinsam mit vielen Projektpartnern daran, die Bewohnerinnen näher zusammenzubringen und das Quartier zu stärken. Nun hat der Verein im ehemaligen Dienstleistungstrakt des Wohngebiets eine Begegnungsstätte eröffnet. SPD-Stadtrat und Betreiber Michael Hauschild hat uns mit seiner Quartiersmanagerin Beate Kranz erzählt, welche Ideen und Projekte bereits umgesetzt oder geplant werden, um das Plattenbauquartier gemeinsam mit der Stadt und der kommunalen Wohnungsgesellschaft zukunftsfit und attraktiver für Jung und Alt zu machen. Dafür gibt es Landesmittel aus dem Programm BEQUISA. Anschließend besuchte ich das sozialkulturelle Zentrum der AWO. Den Abschluss des Tages bildete eine Kaffeerunde mit Senioren und dem Seniorenbeirat in der Begegnungsstätte „Treffpunkt Staßfurt Nord“ im Quartiersbüro. Dabei konnte ich direkt vor Ort Eindrücke aus dem Alltag der Bewohner gewinnen, ihre Anliegen und Erfahrungen hören und mit ihnen ins Gespräch kommen.