Die Marienkirche in Gardelegen erhält Fördermittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm. Diese Entscheidung ist heute im Haushaltsausschuss des Bundestages gefallen. Die Mittel sollen eingesetzt werden, um das Dachtragewerk und den Dachstuhl des Hohen Chores und des nördlichen Querhauses zu sanieren. Zudem soll dann die Dacheindeckung einschließlich der Regenrinnen und der Blitzschutz ertüchtigt werden. Insgesamt sollen für die weiteren Sanierungsarbeiten 700.000€ in die Kirche mit ihrer beeindruckenden Backsteingotik fließen. Nach der umfangreichen Innen-Sanierung bis 2022 werden nun die letzten größeren Schäden am Dach-Tragwerk beseitigt.
Dr. Franziska Kersten, SPD-Bundestagsabgeordnete gratuliert: „Ein guter Tag für Gardelegen und die Altmark! Der gemeinsame Einsatz für Fördermittel vom Bund hat sich gelohnt. Ich freue mich sehr, dass die Bemühungen der evangelischen Kirchengemeinde mit Mitteln aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm unterstützt werden. So kann das Haus als Begegnungs- und Veranstaltungsort für die Menschen in Gardelegen erhalten werden.“
Vor Ort ist die Freude über die Unterstützung durch das Bundesprogramm groß. Sind doch gerade immer die Finanzierungsfragen die Achillesferse beim Erhalt und der Sanierung der großen Denkmalgebäude. „Wir freuen uns sehr. Mit den durch das Bundesprogramm geförderten Maßnahmen können nunmehr die vor 30 Jahren begonnen größeren Sanierungen an der Kirche abgeschlossen werden. Mit dem Konzept der Bürgerkirche der Stadt Gardelegen öffnet unsere Kirchengemeinde das Gebäude für die breite Öffentlichkeit und nutzt es als Angebot an Kultur- und Tourismusinteressierte.“, so Pfarrer Tobias Krüger
Die Marienkirche in Gardelegen ist bekannt als Ursprung der Reformation in der Altmark. Bartholomaeus Riseberg, ein Schüler Martin Luthers, wirkte dort. Auch architektonisch hat die Kirche viel zu bieten, handelt es sich doch mit um einer der am reichsten ausgestatteten Kirchen Norddeutschlands, erbaut im 13. Jahrhundert als fünfschiffige Hallenkirche.
Mit dem Denkmalschutzsonderprogramm fördert der Bund auch kleinere Denkmalschutzprojekte. Über verschiedene Sonderprogramme wurden von 2009 bis 2024 rund 547 Millionen Euro in den Denkmalschutz investiert. Mehr als 3.000 national bedeutsame Kulturdenkmäler und historische Orgeln konnten dadurch in ganz Deutschland saniert werden. Die Beteiligung des Bundes an den geförderten Projekten beträgt bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Die Antragstellung erfolgt über das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. Dort erhalten Sie weitere Informationen zum Denkmalschutz-Sonderprogramm, aktuelle Aufrufe und die Antragsunterlagen.
