Am 09. Mai 2026 wird deutschlandweit in vielen Städten und Gemeinden wieder der Tag der Städtebauförderung gefeiert. Unter dem Motto „Lebendige Orte, starke Gemeinschaften“ können die Bürgerinnen und Bürger in rund 600 Städten und Gemeinden erleben, wie die Städtebauförderung ihr Wohnumfeld verbessert, für attraktive Quartiere, Stadt- und Ortsteilzentren sorgt und so ein gutes Zusammenleben in den Nachbarschaften fördert. Gezeigt wird auch, wie sich die Bürgerinnen und Bürger in die Entwicklung der eigenen Stadt und Gemeinde aktiv einbringen können. Der Tag der Städtebauförderung ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Deutschem Städtetag und Deutschem Städte- und Gemeindebund.
Bundesweit werden zu diesem Anlass mehr als 700 Veranstaltungen stattfinden: von Stadtspaziergängen, Baustellenbegehungen, Workshops, Stadtrallyes, Tagen der offenen Tür bis hin zu Ausstellungen und Quartiersfesten. Damit werden die Vielfalt der Städtebauförderung und deren Erfolge gefeiert und über Projekte, Planungen und ihre Wirkung vor Ort informiert.
Über das Programm und alle teilnehmenden Städte und Gemeinden sowie die Veranstaltungen informiert die Website des Tages der Städtebauförderung unter: https://www.tag-der-staedtebaufoerderung.de/programm-2026
Städtebauförderung im Wahlkreis Börde-Salzlandkreis
„Auch die Bürgerinnen und Bürger in der Börde und dem Salzlandkreis können sich über die Unterstützung der Städtebauförderung bei der Entwicklung ihrer Städte und Gemeinden freuen. Seit 2016 flossen ca. 55 Millionen Euro Bundesfinanzhilfen der Städtebauförderung in meinen Wahlkreis“, berichtet Dr. Franziska Kersten, SPD-Bundestagsabgeordnete. „Im Jahr 2025 profitierten von der Städtebauförderung im Salzlandkreis Bernburg, Könnern, Nienburg, Güsten sowie Staßfurt. In der Börde erhielten die Kommunen Haldensleben, Gröningen, Oschersleben, Wanzleben und Wolmirstedt Bundesmittel. Die Mittel wurden in den Programmen der Städtebauförderung „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ bereitgestellt.“
Am Tag der Städtebauförderung werden diese Erfolge sichtbar. So findet am Samstag ab 10:00 Uhr rund um den Wasserturm in Bernburg ein Straßenfest satt. Besucher können sich auf ein vielfältiges Programm freuen, welches zum Mitmachen, Entdecken und Zuhören einlädt. In der Börde zeigt die Stadt Haldensleben, was mit Mitteln der Städtebauförderung möglich gemacht wird, und lädt ab 9:30 Uhr zur Eröffnung des Seniorencafés „Kirschblüte“ und des Quartiersladens auf dem Süplinger Berg ein.
Städtebauförderung des Bundes und der Länder
Die Städtebauförderung ist als gemeinschaftliche Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen ein erfolgreiches Instrument der städtischen Erneuerung. Sie unterstützt die Kommunen dabei, sich an wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Veränderungen anzupassen. Seit 1971 konnten mit der Städtebauförderung von Bund und Ländern mehr als 12.500 Maßnahmen in rund 4.000 Kommunen bundesweit gefördert werden. Allein der Bund hat hierfür seit 1971 ca. 23,9 Milliarden Euro bereitgestellt. Für das Jahr 2026 werden für die Städtebauförderung erstmals 1 Milliarde Euro Bundesmittel zur Verfügung stehen. Bis 2029 ist eine Erhöhung der Mittel auf 1,58 Milliarden Euro vorgesehen.
Programme der Städtebauförderung
Die Städtebauförderung umfasst die Programme „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Diese sprechen die aktuellen Problemlagen gezielt an und berücksichtigen auch wesentliche Querschnittsaufgaben. So sind Maßnahmen zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel, insbesondere zur Verbesserung der grünen Infrastruktur, Voraussetzung für eine Förderung. Weitere Schwerpunkte sind die Verstärkung der interkommunalen Zusammenarbeit, die Stärkung von Stadt-Umland-Beziehungen sowie die Unterstützung zivilgesellschaftlichen Engagements.
„Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“
Für alle Menschen ist ihr Quartier, ihr Stadtteil ein wichtiger Ankerpunkt. Es ist Zuhause und Begegnungsort zugleich. Mit dem Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ unterstützen Bund und Länder den Erhalt und die Stärkung lebenswerter Quartiere. Ziel des Programms ist es, die Wohn- und Lebensqualität sowie die Nutzungsvielfalt zu erhöhen, das Miteinander aller Bevölkerungsgruppen zu unterstützen und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu stärken. Städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, in die Infrastruktur und in die Qualität des Wohnens sorgen für mehr Generationengerechtigkeit sowie Familienfreundlichkeit und verbessern die Chancen der dort lebenden Menschen auf Teilhabe und Integration.
Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Orts- und Stadtkerne
Innenstädte und Zentren sind Orte für Begegnung und Kommunikation, Einzelhandel, Arbeiten und Wohnen gleichermaßen. Stadt- und Ortsteilzentren sollen daher zu attraktiven und identitätsstiftenden Orten für Menschen unterschiedlicher Herkunft weiterentwickelt werden. Aufgabe des Programms „Lebendige Zentren“ ist es, hohe Aufenthaltsqualitäten durch vielfältige Nutzungsmöglichkeiten auf der Grundlage des Bestandes zu schaffen. Die Gestaltung des öffentlichen Raums spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie das besondere baukulturelle Erbe – vor allem in den historischen Altstädten.
Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Lebenswerte Quartiere gestalten
Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unterstützt Städte und Gemeinden dabei, öffentlichen Raum und gebaute Umwelt an neue und sich ändernde Bedarfe anzupassen. Ziel sind resiliente städtebauliche Strukturen in wachsenden und in schrumpfenden Städten und Gemeinden aller Größenordnungen. Im Sinne einer nachhaltigen Erneuerung finden zudem umweltbezogene und ökologische Aspekte wie die Klimafolgenanpassung besondere Berücksichtigung. Das Programm setzt einen Schwerpunkt auf die Entwicklung neuer Quartiere auf Brach- und Konversionsflächen und auf die Ermöglichung von Wohnungsbau.
Weitere Informationen:
www.tag-der-staedtebaufoerderung.de
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